Wissen und Macht, jenseits von Gut und Böse
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Wissen und Macht, jenseits von Gut und Böse

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Immer wieder erreichen uns Mails und Kommentare zum Thema Wissen und Macht, welche die Richtigkeit dieser Aussage anzweifeln. Vor allem der Begriff „Macht“ wird hier immer wieder mal als etwas Negatives und das Streben nach Macht als etwas Verurteilungswürdiges angesehen.

wissen ist macht, macht und wissen, unnutzes wissen, wissen ist macht nichts wissen macht nichtsAber der Reihe nach – der Begriff „Wissen“ wird schon höchst individuell eingesetzt.

Ist Wissen, das ich mir angelesen habe denn schon Wissen?

Oder ist nur Wissen, das auf eigenen Erfahrungen und Erkenntnissen beruht wirkliches Wissen?

Und was bringt das ganze Wissen denn eigentlich, wenn es nicht angewandt wird?

Vom unnützen Wissen, das man im Laufe seines Lebens ansammelt mal ganz zu schweigen. Oder haben Sie nach der Schule jemals wieder auf das Wissen zurückgreifen müssen, wie viel Steinkohle in Tansania 1968 gefördert wurde? Und nein, ich will es jetzt nicht wissen, wenn es dort gar keine Steinkohle gibt. Danke. ;-)

Trotzdem ist Wissen alleine schon Macht, denn Wissen verleiht einem die Macht Dinge, Behauptungen oder auch Ereignisse zu beurteilen und für sich fundierte Entscheidungen zu treffen. Darunter fällt auch die Entscheidung Wissen in bestimmten Situationen nicht anzuwenden. Wer kein Wissen hat, hat keine Wahl. Wer kein Wissen hat, muss das glauben, was andere ihm erzählen.

Das wurde in der Menschheitsgeschichte schon unzähligen Blindgläubigen zum Verhängnis. Und auch heute noch gibt es unglaubliche Beispiele, wie Unwissen gepaart mit religiösen oder abergläubischen Schauergeschichten zu spektakulärer Grausamkeit führt. Man denke nur an den Glauben, mit einem Kind, einer Jungfrau zu schlafen würde AIDS heilen oder Ähnlichen Blödsinn, der in Teilen Afrikas kursiert.

Wissen ist Macht – und zwar persönliche Macht, auf die ich nicht verzichten möchte.

Womit wir beim zweiten Begriff der Aussage wären. Der Macht. Tatsächlich wurde und wird die Menschheit und ihre Mitgeschöpfe durch Allmachtsphantasien gieriger Despoten immer wieder ins Unglück gestürzt. Die Macht schläft mit dem Geld. Die Mächtigen und Reichen bilden die Elite, während das Volk hungert. In vielen Ländern ist das tatsächlich immer noch so.

Aber diese Art der Macht ist hier nicht gemeint. Neben der Macht und dem Einfluss auf Andere, gibt es auch die Macht Über sich selbst und sein Leben. Die Macht Verantwortung für sein Leben zu Übernehmen, die Opferrolle ein für alle mal abzulegen und das Steuerrad selbst in die Hand zu nehmen.

“Don’t wait for a light to appear at the end of the tunnel,
stride down there and light the bloody thing yourself.”

* Sara Henderson

Und noch ein Zitat oder besser gesagt einen Auszug aus einer Rede von Nelson Mandela möchte ich hier anführen, weil man es wahrscheinlich nicht besser in Worte fassen kann als er:

“Unsere tiefste Angst ist nicht, dass wir der Sache nicht
gewachsen sind. Unsere tiefste Angst ist, dass wir unermesslich
mächtig sind.

Es ist unser Licht, das wir fürchten, nicht unsere
Dunkelheit. Wir fragen uns: „Wer bin ich denn, dass ich
leuchtend, hinreißend, begnadet und fantastisch sein darf?“
Wer bist Du denn, dass Du das nicht sein darfst?

Du bist ein Kind Gottes. Wenn Du Dich klein machst, dient das
nicht der Welt. Es hat nichts mit Erleuchtung zu tun, wenn Du
Dich ein kringelst, damit andere um dich herum sich nicht
verunsichert fühlen brauchen.

Du wurdest geboren, um die Ehre Gottes zu verwirklichen, die in
uns ist. Sie ist nicht nur in einigen von uns – sie ist in jedem
Menschen. Und wenn wir unser Licht erstrahlen lassen, geben wir
unbewusst den anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun.

Wenn wir uns von unserer Angst befreit haben, wird unsere
Gegenwart ohne unser Zutun andere befreien.

Nelson Mandela

Ob Macht etwas Positives oder etwas Negatives ist, hängt davon ab, wie man sie anwendet. Wir haben Schöpferkraft in uns und Zerstörungspotential. Wir können unsere Macht anerkennen oder sie verleugnen. Wir können Sie anwenden um einen Beitrag zu positiver Veränderung zu leisten, oder um Macht Über andere auszuüben.

wissen ist macht, macht und wissen, unnutzes wissen, wissen ist macht nichts wissen macht nichtsEs gibt viele Arten der Macht. Macht, die einem von anderen verliehen wird. Macht, aufgrund einer bestimmten Position, die man innehat. Macht, die auf militärischer oder politischer Stärke beruht. Macht, die von innen kommt. Macht Über das eigene Leben. Die Macht, Dinge zu erschaffen. Die Macht, Dinge zu zerstören. Die Macht, Einfluss zu nehmen, auf das, was um uns herum passiert.

Unsere größte Angst ist, dass wir unermesslich mächtig sind … sagt Nelson Mandela, denn diese Erkenntnis würde uns jegliche Ausrede nehmen und wäre der Beweis, dass jeder Mensch zwischen Macht und Ohnmacht wählen kann. Auch das ist Macht – die Macht der Entscheidung.

In dem Sinne – entscheiden Sie sich für Wissen, oder noch besser für lebenslanges Lernen. Man kann nicht nur aus Erfahrung lernen, sondern auch aus Erfahrungen, die andere bereits gemacht haben. Probieren Sie aber so viel wie möglich selbst aus, und machen Sie es dadurch zu Ihrem Wissen und genießen Sie die positive Macht, die Ihnen dieses Vorgehen verleiht.

Der Vollständigkeit halber sei noch der Spruch erwähnt, der uns auch immer wieder zugeschickt wird: „Wissen ist Macht – nichts wissen macht auch nix.“ Ein lustiger Spruch, der die ersten tausend Mal noch einen Schmunzler ausgelöst hat. ;-)

Aber im Grunde ist die Kernaussage wahr „nichts wissen macht nix“ jeder gute Manipulateur, egal ob Politiker, Werbefachmann oder Religionsführer wird Sie in diesem Glauben bestärken. ;-)

Bis bald

Ihr

Gerd Ziegler

Comments

  • November 2, 2012

    Wissen kann nichts schlechtes sein, wenn man verantwortungsvoll damit umgeht.

  • Wie bei so vielem – es kommt drauf an, was man draus macht 😉

  • November 11, 2012

    Wissen ist die Voraussetzung, um überhaupt Verantwortung übernehmen zu können. Wer uninformiert ist – und Information ist nunmal die Grundlage für Wissen – der lässt sich schnell mit Halbwahrheiten von Blendern abspeisen.
    Das zeigt auch ganz deutliche diese Info-Grafik zu den amerikanischen Wahlen
    http://www.happyplace.com/19076/election-infographic-shows-most-educated-states-voted-for-obama

  • November 11, 2012

    Und warum versucht man nicht, bei den Halbwahrheiten nachzuhaken, damit man den Blendern die Macht nehmen kann? Irgendwo fällen die doch ein Urteil, was völlig falsch ist und als arger Schuß nach hinten für die Blender ausgehen kann. Sinnvoll wäre doch beizeiten ein Wort zu sagen, um somit späteren Schaden zu vermeiden.

  • Das ist wohl wahr, aber leider ticken wir Menschen mehrheitlich nicht so. Wir lieben einfache Lösungen und das Gefühl alles sei in Ordnung – und der, der uns das vorgaukelt, dem vertrauen wir. Der, der uns erzählt, dass wir alles richtig machen und gute Menschen sind, der kann ja nicht lügen, oder? … 😉

  • November 11, 2012

    Gehe ich nicht ganz konform mit. Es ist ein leichtes, einen Sachverhalt zu überprüfen, kostet nicht viel Geld, anstatt jemand seine drei Jahrzehnte lange Berufslaufbahn absprechen zu wollen. So etwas zu versuchen kann keinesfalls eine Welt sein, die Ordnung ist, weil das einen Schaden auch bei anderen auslöst.

  • Welche Berufslaufbahn?

  • November 11, 2012

    Zum Beispiel meine. Stehe seit.drei Jahrzehnten im Berufsleben. Warum sollte ich nicht darüber reden, wenn ich im öffentlichen Dienst gearbeitet habe. Fakten sind nun einmal Fakten und jederzeit durch Originale zu beweisen. Wenn das heute vermehrt geschieht, brauchen wir uns über so manche Probleme nicht zu wundern.

  • Ich vermute mal wir reden / schreiben gerade aneinander vorbei – in dem Artikel geht es um Wissen und Macht und deren unterschiedliche Begriffsdefinitionen – wer hat gesagt Sie sollen nicht über Ihre Tätigkeit reden? Oder stehe ich grad auf dem Schlauch? …

  • November 11, 2012

    Das steht schon alles in Verbindung, soll jetzt aber hier auch nicht länger das Thema sein.

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