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Wird die Erde wieder eine Scheibe?

Wenn eine Welt immer flacher wird, wirkt sich das dann auch auf ihre Form aus? Wenn ja, werden wir wohl langsam aber sicher zur ursprünglichen Theorie der Wissenschaft zurückkehren und feststellen müssen: Die Erde ist eine Scheibe.
 
Eine wirkliche Kugel war sie ja sowieso nie, aber eben auch nicht flach. Sie war von Höhen, Tiefen und unendlich vielen Facetten bestimmt, die erst in ihrer Vielseitigkeit und Vielschichtigkeit ihre besondere Schönheit präsentiert hat.
 
Natürlich ist das immer noch so und natürlich wird der Mensch an dieser Tatsache auch nie etwas ändern können - aber unser Blick auf die Welt scheint sich wieder zu ändern. Für uns Menschen ist dieser Blick nun mal unsere Realität und deshalb scheint sich für uns die Erde wieder zurück zur Scheibe zu verwandeln.

Nehmen wir das Beispiel Gut und Böse - diese Rollen sind zwar unterschiedlich besetzt, aber klar verteilt. Der jeweils andere ist der Böse und wir sind die Guten. Was wir machen ist richtig. Was die machen ist falsch. Eine zweidimensionale Sichtweise - eine Scheibe eben.
 
Oder nehmen wir ein banaleres Beispiel - die sozialen Medien. Ich check mal kurz ab, ob ein Kontakt nützlich für mich ist, oder ich pitche gleich so viel wie möglich an, in der Hoffnung ein paar davon könnten nützlich für mich werden - als Kunde, oder Kooperationspartner usw. Zu einer wirklich tiefen Geschäftsbeziehung oder gar Freundschaft wird das so gut wie nie führen.

Auch persönliche Beziehungen scheinen flacher zu werden ...

Aber selbst die persönlichen Beziehungen zu unseren Freunden oder Lebenspartnern scheinen flacher zu werden. Tauchen Probleme auf suchen wir uns halt neue, die besser zu uns passen. Warum soll man es sich auch schwieriger machen als nötig? Beim nächsten Partner, bei den neuen Freunden wird sicher alles besser - vorerst jedenfalls.
 
Ich überzeichne hier bewusst etwas. Natürlich sind wir noch nicht ganz so weit, dass wir andere Menschen beliebig austauschen. Aber der Trend lässt sich durchaus beobachten. Viele Menschen haben schlicht keine Zeit mehr Beziehungen zu vertiefen. Sie müssen Karriere machen, ihr Unternehmen voranbringen, ihre Ziele verfolgen - nur das, was diesen Zielen nutzt ist es wert sich damit zu beschäftigen, so haben wir es von vielen Erfolgstrainern dieser Welt gelernt. Fokus, Fokus, Fokus.
 
Das wird noch einen eigenen Beitrag füllen - die Frage was Erfolg eigentlich ist am Ende des Tages und warum es so wenig mit der Zielerreichung zu tun hat. Für diesen Beitrag soll es einfach als Beispiel dienen, warum wir unseren Blick auf die Vielschichtigkeit der Dinge zu verlieren scheinen.
 
Diese Welt ist in ihrer extremen Komplexität einfach und schön wenn man die Gesamtkomposition betrachtet. Je näher man rangeht und hinsieht, desto mehr erkennt man, dass es eine duale Welt ist und jede Sache, jedes Ereignis und selbst jedes Lebewesen zwei Seiten hat. Das Leben spielt sich immer zwischen dieser Vielzahl an Polen ab. Diese Welt hat dadurch Tiefe, egal wie verzweifelt wir versuchen sie zu vereinfachen indem wir eine Dimension wegnehmen.

Der Sinn liegt in der Tiefe, nicht in der Masse

In die Tiefe der Dinge vorzudringen ist nicht immer einfach. Oft finden wir im Moment gar keine Lösung durch die sich ein allseits akzeptables Gesamtbild ergibt. Oft finden wir sogar im Umgang mit uns selbst keine Tiefe - keinen Sinn in unserem Tun, keine Bedeutung. Das ist der schnellste Weg in Depression, Burn-Out und Abstumpfung.
 
Es gibt keine allgemeingültige Lösung, keine schwarz-weißen Welten und keine Allheilmittel. Die Welt ist komplex und nur wer sich darauf einlässt, für den wird sie einfach. Nicht leicht, aber einfach. Die Realität der Menschen ist ihr Blickwinkel, der durch ihre Überzeugungen und Glaubenssätze auch noch gefilterte Bilder liefert.
 
Dadurch können zwei Menschen dieselbe Sache, dasselbe Ereignis betrachten und etwas völlig unterschiedliches sehen. Die Welt ist nun mal keine Scheibe - hören wir also auf, sie ständig dazu zu machen, nur weil wir selbst und unser Denken noch zu begrenzt sind, um sie in ihrer Ganzheit zu verstehen.
 
Wenn wir aufhören nur Fassaden zu betrachten, die auch noch von Hetzern und Manipulateuren aller Seiten verunstaltet wurden - wenn wir beginnen wieder neugierig und mit offenem Geist hinter die Fassade zu blicken, dann verändert sich auch unser Weltbild und somit auch die Welt selbst.
 
Ich wünsche Ihnen also einen nachhaltigen und vielschichtigen Blick auf die Dinge und Ereignisse um Sie herum - denn die Welt ist in der facettenreichen Form nun mal am schönsten - und sie bietet in dieser Form auch die größten Möglichkeiten sich selbst zu finden und zu verwirklichen so wie Sie sind. Lassen Sie sich das nicht nehmen - eine scheibenfreie Woche wünsche ich …

Alles Gute und
bis bald
Ihr
Gerd Ziegler


 

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