Erfolgskreislauf - Verstand vs. Gefühl
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Verstand vs. Gefühl – der Erfolgskreislauf

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Unser Verstand ist eine feine Einrichtung. Er ermöglicht uns, Dinge zu begreifen, Zusammenhänge zu erkennen, Erfahrungen zu machen und unsere Schlüsse daraus zu ziehen. Der Verstand sorgt dafür, dass wir hoch komplexe Vorgänge voraus planen können, oder deren Verlauf analysieren können. Dadurch hat der Verstand der Menschheit große Dienste bei der Erhaltung der eigenen Art, und bei der Weiterentwicklung (zumindest bei der technischen Weiterentwicklung) geleistet.

Allerdings stößt der Verstand oft schnell an seine Grenzen, wenn es um die persönliche Weiterentwicklung des einzelnen Menschen geht. Wer behauptet der Verstand würde unser Leben bestimmen und versucht mit Logik die Welt zu erklären, schüttelt mitunter nur noch verwundert den Kopf.

Fehlt es uns Menschen denn an Informationen, wie man ein glückliches, erfolgreiches und gesundes Leben aufbauen und genießen kann? Zumindest hier in unseren Regionen keinesfalls – eher gibt es zu viele Informationen darüber.

Gibt es irgendeinen Raucher, der behauptet rauchen wäre gesund? Jeder Raucher weiß, dass er sich mit jeder Zigarette schadet. Er weiß, dass Rauchen in vielen Fällen tödlich endet, Krebs auslösen kann, Gefäßkrankheiten und Atemwegserkrankungen auslöst usw. Wären wir logische Wesen, wer würde noch rauchen? Ganz im Ernst – es gibt keinen vernünftigen Grund zu rauchen – trotzdem „genießen“ mehrere Millionen Menschen allein in Deutschland jeden Tag mehrere Zigaretten. Warum?

Der Suchtfaktor spielt bei denen, die schon mal angefangen haben sicher auch eine Rolle, aber der ist nicht groß genug. Die Abhängigkeit von der Zigarette ließe sich verhältnismäßig leicht los werden, im Vergleich mit anderen Drogen. Jeder Ex-Raucher kann das bestätigen ;-)

Anderes Beispiel – jeder Verkäufer, jeder Selbstständige oder sonst wie vom Verkaufserfolg abhängige Mensch weiß, dass er auf Menschen zugehen muss, dass er Kontakte herstellen muss, dass er Abschlüsse erzielen muss usw. Rein von der Logik erhält man, wenn man fleißig genug ist, schon aufgrund der Tatsache, dass man gefragt hat, den ein oder anderen Auftrag. Ebenfalls ist klar, dass man bei allem was man dauerhaft tut und aus den Erfahrungen lernt, irgendwann besser wird. Also ist es doch logisch, dass man einfach nur machen muss und der Erfolg stellt sich früher oder später von alleine ein. Einfach raus – potentielle Kunden ansprechen – Erfahrungen machen – seine Vorgehensweise optimieren – weitermachen – und wieder von vorne.

Vom Verstand her, ist das vollkommen einfach. Ich könnte jetzt noch weitere Bereiche ansprechen, es wären überall Beispiele offensichtlich, die logisch sind – wir machen sie aber trotzdem nicht. Zum Beispiel:

  • Rauchen ist ungesund – ich müsste aufhören damit.
  • Bewegung ist wichtig – ich sollte mehr Sport machen.
  • Gesunde Ernährung ist wichtig – hält fit und leistungsfähig – ich sollte umstellen.
  • Zuviel Gewicht schränkt einen ein und ist ungesund – ich sollte abnehmen.
  • Finanzieller Erfolg ist machbar, wenn man das richtige Wissen anwendet – ich sollte einfach lernen und dann umsetzen, was erfolgreiche Menschen lehren.
  • Auf Leute zugehen – nach Unterstützung fragen oder Verkaufsgespräche führen ist die Grundlage, jeden Firmenerfolgs – ich sollte das regelmäßig, besser täglich tun.

Wie gesagt – es gäbe hier noch unzählige weitere Beispiele für logische und somit verstandesmäßig unbestreitbare Ausführungen. Jeder Erstklässler kann das verstehen:

  • Rauchen = Ungesund – also aufhören damit
  • Bewegung = gesund – also mehr davon
  • Menschen kontaktieren und verkaufen = Wohlstand & Erfolg – also tun

Ich will Sie nicht weiter langweilen mit solchen Allerweltsweisheiten, die jeder kennt, und schon seit frühester Kindheit tausend Mal gehört hat. Trotzdem handeln wir nicht „vernünftig“. Warum nicht?

Die häufigste Lösung für dieses Problem, die unsere Eltern, Vorgesetzten, Ehepartner oder sonstigen Lehrer und Gurus anbieten ist … Tatatata … Wiederholung. Wenn er oder sie diese einfachen Wahrheiten noch immer nicht verstanden hat, muss man einfach noch eindringlicher an seine Vernunft appellieren. Der Trinker wird ja sicher aufhören, wenn er erst einmal erkennt, wie schädlich sich die Alkoholsucht bei ihm oder ihr auswirkt, oder? Immerhin hat er oder sie das ja beim letzten Gespräch schon eingesehen, dass es so nicht weiter gehen kann … Wir müssen ihm nur noch mehr Informationen über die schrecklichen Folgen des Alkoholmissbrauchs geben, dann muss er doch zur Vernunft kommen … Klar – logisch, das muss er bestimmt … oder besser gesagt – das sollte er…

Deshalb muss die Tabakindustrie Warnungen auf die Zigarettenpackungen drucken. Rauchen erzeugt Krebs … schadet Ihrer Gesundheit … verursacht Impotenz usw. Hält das einen Raucher von der nächsten Zigarette ab? – schauen Sie sich die Verkaufsstatistiken an, dann sehen Sie die Auswirkungen anhand der Fakten.

Aber zurück zum Thema – es geht hier nicht um eine Nichtraucher-Kampagne oder einen Aufruf gesund zu leben – das überlasse ich Ihnen selbst. Hier geht es lediglich darum, ob wir „vernünftige“ Lebewesen sind, die einer gewissen Logik folgen? Handeln wir rationell und tun wir immer das, was das Beste für uns wäre? Hat es geholfen, als unsere Eltern an unsere Vernunft appelliert haben? In den meisten Fällen lautet die Antwort nein (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Kann es nicht viel mehr sein, dass wir gefühlsgesteuert sind. Wir handeln aufgrund von Gefühlen, die wir haben, oder haben wollen. Und kurzfristige Gefühle übertrumpfen die langfristigen. Das gute Gefühl, das ich sofort haben kann, siegt mehrheitlich gegen das gute Gefühl, das ich später, z. B. durch einen Verzicht erreichen könnte.

  • Der Genuss eines Stückchens guter Schokolade wird dem guten Gefühl eines schlanken Körpers vorgezogen.
  • Die schnelle Suchtbefriedigung einer Zigarette oder eines Drinks, wird dem langfristigen guten Gefühl einer gesunden Lebensweise vorgezogen.
  • Das gute Gefühl von Sicherheit und Beliebtheit wird dem guten Gefühl des finanziellen Erfolgs vorgezogen – ich bleibe in meinem Schneckenhaus, dann werde ich zwar nicht reich, bin aber sicher vor Ablehnung und Misserfolg

Aber was predigt man uns im Alltag? Der Verkaufsprofi erklärt uns, wir müssten nur die Techniken lernen und dann umsetzen – einfach tun – T.U.N. – Tag und Nacht … bla bla bla … Angst davor andere Menschen anzusprechen – Angst vor Ablehnung – alles Schnickschnack … Sie müssen einfach trotz Ihrer Angst handeln …

Ich weiß nicht, ob das einen Menschen, der von seiner Angst gesteuert ist, jemals dazu gebracht hat, bessere Leistungen zu bringen. Ich denke, in den meisten Fällen war es ein weiterer, vergeblicher Versuch ein Gefühl mit einer logischen Erklärung zu ändern. Natürlich weiß der Verkäufer oder der Selbstständige, dass er verkaufen muss um finanziell zu überleben. Natürlich weiß die Frau, die von ihrem Partner, oder der Mann, der von seiner Partnerin schlecht behandelt wird, dass es besser wäre die Beziehung zu beenden. Natürlich weiß der Trinker in jedem, verdammten lichten Moment, dass ihn seine Sucht an den Abgrund bringt. Aber halten diese logischen Erkenntnisse die Menschen davon ab, wider besseres Wissen zu handeln? Meistens nicht.

Die Lösung für derartige Probleme liegt auf der Gefühlsebene. Wir alle handeln so wie wir handeln, um ein gutes Gefühl zu erlangen oder ein schlechtes Gefühl zu vermeiden. Ich unterstelle mal, der alte NLP-Grundsatz stimmt, und jeder gibt zu jeder Zeit, im Rahmen seiner Möglichkeiten und Ressourcen, sein Bestes. Das bedeutet auch, in dem Moment einer Handlung versucht ein Mensch, das zu tun, was ihm ein gutes Gefühl verschafft, oder ein schlechtes vermeidet.

Zum Beispiel – Trinken um die Suchtsymptome und die Angst zu vermeiden, oder aufgeben, um sich der Enttäuschung über die Ablehnung und Zurückweisung anderer Menschen nicht auszusetzen und stattdessen ein Gefühl der Sicherheit zu erzeugen.

Die gute Nachricht ist – diese Gefühle sind nicht unsere oberste Instanz, sondern sie werden erzeugt. Durch unsere Erfahrungen, durch unsere bisherigen Resultate, durch unser Wissen, unsere Bildung, durch das was wir glauben und für richtig halten, durch unser Selbstvertrauen und viele weitere Faktoren. Und der Schlüssel liegt im Glauben.

Erfolgskreislauf aus Glauben, Potential, Handlung und Resultaten

Wir befinden uns in einem ständigen Kreislauf aus Potential – Handlungen – Resultaten und Glauben. Wir haben ein bestimmtes Bild von uns und unserer Umwelt. Dieses ist das Ergebnis aus Erziehung, eigenen Erfahrungen und dem was wir mit unseren fünf Sinnen wahrnehmen oder wahrzunehmen glauben. Dieses Bild bestimmt unseren Glauben – und hier ist nicht der religiöse Glaube an sich gemeint, sondern der Glaube wie wir sind, und wie unsere Umwelt ist. Unsere Überzeugungen wie wir und die Welt so sind, bestimmt unser Bild von den Dingen. Unser Potential – das sind unsere Ressourcen, die uns zur Verfügung stehen, wie Bildung, Kenntnisse und Fähigkeiten usw. Unsere tatsächlichen Handlungen führen zu Resultaten, die unseren Glauben beeinflussen.

Unser Potential (die Summe unserer Kenntnisse, Fähigkeiten, Werte, Charakterzüge usw.) lässt uns in bestimmten Situationen auf unsere Art und Weise handeln. Diese Aktion führt zu Resultaten. Aus diesen Resultaten beziehen wir unseren Glauben daran, was wir alles können, oder auch nicht können – und letztlich bestimmt unser Glaube einen Großteil unseres Potentials.

Nehmen wir an, Sie stecken sich ein neues Ziel – z. B. den Umsatz verzehnfachen in den nächsten zwei Jahren. Haben Sie jetzt schon das Potential dazu um Ihren Umsatz zu verzehnfachen? Stellen Sie sich diese Frage ganz konkret – haben Sie das Potential Ihren Umsatz, oder wenn Sie Angestellter sind, Ihr Einkommen in zwei Jahren zu verzehnfachen? Die Antwort lautet meist: „Nein, sonst hätte ich es ja schon.“

Tatsächlich aber ist diese Antwort in den meisten Fällen falsch. Das Potential dazu haben Sie im Normalfall immer. Sie haben nur noch keinen Weg gefunden es zu erschließen, oder noch nicht den Glauben, dass Sie das tatsächlich schaffen können. Jetzt kommt der Punkt, an dem sich die Erfolgreichen von den weniger Erfolgreichen absetzen. Die Nicht-Erfolgreichen sagen: „Das ist Quatsch – zehnmal so viel Umsatz / Einkommen – wie soll das denn gehen? Das sind Hirngespinste.“

Die Erfolgreichen sagen: „Ich hab keine Ahnung wie das gehen soll, aber wenn es andere schon erreicht haben, kann ich das auch schaffen. Ich gehe es einfach mal an.“

Und letztlich wird das positive Gefühl an einer übergroßen Herausforderung zu arbeiten, auf ein höchst begehrenswertes Ziel hin, das negative Gefühl der Angst überdecken und Sie zum Handeln bringen. Aus Ihrem Handeln werden Resultate entstehen – Sie werden merken, dass zwar immer mal wieder Leute Ihr Angebot ablehnen, dass Sie aber weder verprügelt, noch eingesperrt oder sonst wie misshandelt werden – es tut nicht weh und vor allem – Sie werden mit ersten Teilerfolgen belohnt werden.

Diese positiven Resultate werden Ihren Glauben an sich selbst und Ihre Fähigkeiten positiv beeinflussen. Das wiederum erhöht Ihr Potential, weil Sie nun selbstbewusster und mit neuen Lernergebnissen in die nächsten Gespräche gehen, was zu effektiveren Aktionen und somit zu besseren Resultaten führt … usw.

Der Ausgangspunkt eines erfolgreichen Lebens ist also Ihr Glaube darüber wie Sie, und wie Ihre Welt beschaffen ist. Aber es reicht nicht, sich dreimal am Tag Affirmationen vorzubeten, Collagen aufzuhängen und Erfolgshörbücher zu hören – das alles unterstützt Ihr Vorhaben, aber der entscheidende Punkt ist – Sie müssen diesen positiven Glauben mit guten Ergebnissen untermauern, damit der Kreislauf in die richtige Richtung läuft. Erst dann wird Ihr Verstand die Vorgabe der Affirmationen übernehmen und Sie können WIRKLICH an Ihren Erfolg und Ihre Fähigkeiten glauben. Der Rest geht (fast) von alleine.

Viel Erfolg bei der Umsetzung und

Bis bald
Ihr
Gerd Ziegler

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