Kairos-Momente - Chronos Gott der Zeit
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Kairos-Momente

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Chronos, der griechische Gott der Zeit, ist uns wohl bekannt. Sein Name schlägt sich z. B. in der Bezeichnung Chronometer für unsere Uhr nieder, oder wenn wir von Chroniken und Chronisten sprechen. Sein Verwandter, der Gott Kairos ist da schon weniger bekannt, aber keineswegs unwichtiger. In alten Bildern wird Kairos oft mit Stirnlocke dargestellt, als Symbol, dass wir ihn beim Schopfe packen müssen, und mit Glatze am Hinterkopf, was bedeutet, dass er nicht mehr greifbar ist, wenn wir ihn vorbei ziehen lassen. Beides sind Begriffe aus dem Altgriechischen.

Chronos bezeichnet dabei allgemein jene künstliche Einheit, die wir geschaffen haben um unser Leben und die Welt zu ordnen und zu strukturieren. Kairos dagegen steht für die besonderen Momente in dieser Zeit, in denen sich der Verlauf unseres Lebens entscheidet. Zum Beispiel – gute Geschäftsgelegenheiten, der Moment, wenn uns unser Traumpartner über den Weg läuft, wenn wir Entscheidungen treffen oder Beziehungen beenden. Je nachdem, wie wir uns in diesen Momenten entscheiden, nimmt unser Leben einen oft dramatisch anderen Verlauf, als wenn wir anders entschieden hätten.

Die wichtigsten Kairos-Momente in seinem Leben zu erkennen ist maßgeblich wichtig für unseren Erfolg – Vorbereitung trifft dann Gelegenheit, sozusagen. Aber wie erkennen wir, dass es sich um einen solchen Kairos-Moment handelt? Das ist nicht so einfach. Schließlich können solche Momente und scheinbaren Gelegenheiten auch trügerisch sein, und es handelt sich gar nicht um die große Chance, sondern eher um eine böse Falle.

Zwei Beispiele dafür:

Ein viel versprechende neue Software-Firma ging in den 80er-Jahren an den Start und bot verschiedenen Anlegern eine Anlagemöglichkeit – nur wenige griffen am Anfang zu. Die, die es taten wurden, genau wie alle Anfangsmitarbeiter von Microsoft, innerhalb weniger Jahre zu Millionären. Sie hatten ihren Kairos-Moment erkannt und ergriffen.
Zweites Beispiel: Ein guter Bekannter bietet Ihnen die Supergelegenheit an, in sein Geschäft einzusteigen. Obwohl Sie diese Art von Geschäft überhaupt nicht mögen, lassen Sie sich von der scheinbaren Chance überzeugen und werden, trotz zeitweiser Erfolge unglücklich und unzufrieden mit Ihrem Leben.

Wie also soll man den Blick schärfen? Wie lerne ich, diese Kairos-Momente zu erkennen, und vor allem zu unterscheiden, ob es für mich die richtigen sind? Nun, ich persönlich glaube nicht, dass es sich um seltene Momente, um seltene Gelegenheiten handelt. Vielmehr bin ich überzeugt, dass diese Gelegenheiten ständig um uns herum sind – uns praktisch ständig über den Weg laufen, wenn man so will.

Es gibt täglich neue Gelegenheiten, jemanden kennenzulernen. Geschäftsgelegenheiten gibt es wie Sand am Meer. Ideen wie man sein Geschäft ausbauen kann, sind in Hülle und Fülle vorhanden und insgesamt gibt es viel mehr Chancen als wir jemals ergreifen können. Allerdings nehmen wir sie oft nicht wahr, weil unsere Antennen nicht darauf ausgerichtet sind.

Erst wenn wir uns endgültig entschieden haben wo wir hin wollen, welches Ziel wir anstreben, wie unser Traumleben aussieht – erst dann können wir überhaupt wahrnehmen, welche Gelegenheit uns dorthin führt, und welche nicht. Plötzlich schärft sich dann unser Blick. Wie von Zauberhand ergeben sich plötzlich Chancen, es öffnen sich Türen, die vorher verschlossen schienen, uns laufen scheinbar zufällig Leute über den Weg, die uns helfen können und alles fügt sich zusammen. Unsere Kairos-Momente werden plötzlich sichtbar und wir können sie ergreifen. Nur verstreichen lassen, dürfen wir sie nach wie vor nicht …

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Erkennen und Ergreifen Ihrer Kairos-Momente zur Erreichung Ihrer Ziele.

Viele Grüße
Ihr
Gerd Ziegler

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