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Intelligente Ansätze für eine bessere Welt

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Man kann anderen nicht auf Dauer helfen, indem man sich selbst aufopfert

warumSensible und mitfühlende Menschen, die bereit sind hinzusehen, entdecken zahllose Missstände auf dieser Welt. Hungernde Kinder, leidende Tiere, Kriegsopfer, todkranke Menschen, verfolgte Volksgruppen, Unterdrückung, epidemiegeplagte Länder, Umweltzerstörung, Klimaerwärmung und wieder neue Leiden, die dadurch hervorgerufen werden und vieles mehr.

Es gäbe so vieles, was man besser machen könnte und wo Hilfe dringend nötig wäre. Die wichtigste Erkenntnis, und auch oft eine der härtesten für den hilfsbereiten Menschen ist die, dass er oder sie nicht allen und jedem helfen kann. Ja, nicht einmal einem ganz kleinen Prozentsatz kann wirklich geholfen werden. Viele verzweifeln daran, werden depressiv, verbittert, geben auf oder flüchten sich in Zynismus und tun dann gar nichts mehr. Nach dem Motto, das bringt ja sowieso nichts.

Aber das Gegenteil ist der Fall, wenn wir lernen unsere Möglichkeiten richtig einzuschätzen und vor allem unseren Anteil an der Verantwortung für die ungewünschten Zustände und Umstände zu erkennen.

  • Welche Gewohnheiten, welches Verhalten meinerseits hat welche Auswirkungen?
  • Warum hungern z. B. die Menschen, obwohl in vielen der Hungerländer ein Überschuss an Nahrungsmitteln produziert wird?
  • Warum sterben ganze Tierarten aus und welchen Anteil hat mein Kaufverhalten daran?
  • Wieso ist meine Kleidung hier so billig, trotz dass sie Tausende von Kilometern transportiert wurde?
  • Warum erwärmt sich das Klima wirklich? Wer oder was ist dafür verantwortlich?

Ich weiß, sich diese Art von Fragen zu stellen ist äußerst unangenehm. Wer diesen Zusammenhängen aber ehrlich auf den Grund geht, findet die neuralgischen Punkte, an denen er oder sie ansetzen kann, um mit relativ wenig Mühe viel zum Positiven hin zu verändern. Das ist wesentlich effektiver, als an Weihnachten wieder 100 € für die Abschwächung der Symptome und die Beruhigung des eigenen Gewissens zu spenden. Aber eben auch unbequemer – die Wahl liegt bei uns.

Deshalb muss nicht jeder gleich zum Asketen werden und sich gar nichts mehr gönnen. Das ist damit nicht gemeint. In der Masse und Ausbreitung in der die Spezies Mensch diesen Planeten bevölkert, kann und wird das ohnehin nicht ohne Schäden für den Rest der Welt ausgehen können. Diese Tatsache müssen wir also in Kauf nehmen, wollen wir nicht die eigene Existenz in Frage stellen.

Das heißt aber nicht, dass wir uns weiterhin, mit dem Recht des Stärkeren, ohne nachzudenken, weiter wie der Elefant im Porzellanladen aufführen können, ohne am Ende auch uns selbst zu vernichten. Unser Weg wird sonst der einer Krebszelle sein, die sich vermehrt, ausbreitet, ihr Umfeld zerstört und mit ihm letztlich stirbt.

Kein Mensch kann allen und jedem helfen und alles zum Positiven verändern, aber jeder Mensch kann das bei sich und für sich machen. Herausfinden, was die neuralgischen Punkte sind, an denen jeder für sich ansetzen kann um in der Summe Großes zu bewirken.

Was tue ich so den ganzen Tag lang und welche Auswirkungen hat das auf mich und meine Umwelt?

umwelt-naturEine ansich einfache Frage, in der riesige Möglichkeiten liegen. Ich möchte Ihnen zwei Beispiele geben und ein paar Vorschläge machen. Entscheiden Sie selbst ob Sie sich mit den Gedanken dahinter anfreunden können.

Beispiel 1:

Wer eine Flugreise nach Neuseeland macht kann CO²-technisch auch ein Jahr lang Tag und Nacht mit dem LKW durch die Gegend fahren, das hat die gleichen Auswirkungen. Muss es also unbedingt ans andere Ende der Welt für Sie gehen um fremde Länder zu erkunden? Wenn ja, dann tun sie es und konzentrieren Sie sich auf andere Bereiche, die Sie verbessern können. Wenn nein, nicht unbedingt, dann nehmen Sie nähere Ziele, machen einen Nahurlaub mit dem Rad oder nehmen die Bahn usw.

Beispiel 2:

Jemand der sich rein pflanzlich ernährt könnte das ganze Jahr seine Dusche Tag und Nacht laufen lassen und hätte immer noch nicht den Wasserverbrauch eines Menschen erreicht, der Fleisch isst und Milch trinkt. Von der CO²-Bilanz und den Auswirkungen auf das Tierleid,den Welthandel und die damit verbundenen Ungleichgewichte ganz zu schweigen.

  • Ist es also für Sie wichtig jeden Tag mehrmals Fleisch und Wurst zu essen, und/oder tierische Produkte zu konsumieren?
  • Könnten Sie eventuell erst teilweise und dann ganz darauf verzichten?

Wenn ja, dann würde das einen Großteil der Probleme lösen, wenn sich genug andere anschließen. Auch wenn wir wieder mehr in Richtung Sonntagsbraten kämen, wie früher, wo es nur ein bis zweimal die Woche Fleisch gab, würde das die Lage dramatisch entspannen.

Wie weit Sie dabei gehen, ist zunächst Ihre Entscheidung, aber oft ist es ohne großen Aufwand machbar, ein paar Tage auf leckere vegetarische Alternativen zurück zu greifen. Sie glauben gar nicht, wie viele tolle Rezepte es da gibt. Vielleicht schmeckt auch Sojamilch gut genug um die Kuhmilch zu ersetzen, der Sojajoghurt oder sonstige Alternativen, die gesünder und verträglicher für die Umwelt sind, vom Leid der Tiere mal ganz abgesehen.

Wie gesagt, wenn Ihnen alles egal ist und Sie denken, dass Ihnen als Mensch, der hier in Europa lebt, alles erlaubt ist, was der eigenen Bequemlichkeit dient und der persönlichen Freiheit, dann können Sie auch einfach weitermachen, wie bisher. Dafür werden Sie im Moment weder von der Gesellschaft geächtet, noch drohen irgendwelche rechtlichen Konsequenzen. Im Gegenteil, Sie sind damit voll im gewünschten Konsumtrend.

Allerdings denke ich, dass persönliche Freiheit auch immer persönliche Verantwortung voraussetzt.

zerstoerte-weltWer diese persönliche Freiheit missbraucht und gedankenlos anderen weiter schadet, darf sich nicht wundern, wenn ihn oder sie immer ein latent ungutes Gefühl, eine manchmal unbegreifbare Unzufriedenheit und Unfrieden begleitet. Tief in uns drin kennen wir unsere Verantwortung ja, auch wenn wir sie noch so gerne verdrängen. Deshalb reagieren viele auch überdimensional aggressiv, wenn einer an der sorgsam aufgebauten Heile-Welt-Fassade kratzt.

Es gibt Myriaden von Möglichkeiten, Dinge zu verbessern. Gehen Sie intelligent vor und ändern Sie zunächst den Bereich, den Sie ändern können, ja vielleicht den einzigen Bereich, den Sie wirklich verändern können – sich selbst und Ihr Verhalten. Handeln Sie mit sich Kompromisse aus. Informieren Sie sich umfassend (nicht bequem bei der Industrie und den Werbestudien nachlesen), wie die Zusammenhänge sind und wo die neuralgischen Punkte der Veränderung liegen.

Fragen Sie sich dann: Was ist Ihnen wirklich so wichtig, dass Sie auf keinen Fall etwas verändern können? Was wäre teilweise und was ganz änderbar?

Beginnen Sie dann mit diesen Dingen. In der Summe werden die Auswirkungen gigantisch sein.

Intelligente Hilfe für andere beginnt mit der Beseitigung der Ursachen bei sich selbst. Erst dann kann Hilfe für andere dauerhaft sinnvoll sein, und man muss sich nicht in “Kleinkriegen” selbst aufopfern.

Was denken Sie? Wie sind Ihre Erfahrungen?

Bis bald
Ihr
Gerd Ziegler

Comments

  • Doni Mikroveli via Facebook
    September 1, 2013

    Hilfe zur selbst hilfe. Wenn man was hat dan sollte man es teilen bzw. investieren. Wenn man nichts hat sollte man es verlangen oder darum bitten/ bethen. Einer der hilfe braucht sollte man helfen solange Er/Sie/Es, es will. Meiner Meinung nach fängt alles im Kopf an. Deswegen gefällt mir auch diese Seite Wissen ist Macht. Ich erfahre was, ich lerne was, es inspirit mich.

  • Hilfe zur selbst hilfe

  • Sonnyk Brg via Facebook
    September 1, 2013

    Haben Sie recht. Aber versuchen muss man es trotzdem so viel es möglich ist zu tun.

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